Na, auch mal wieder gereizt?

Na, auch mal wieder gereizt?

Gereizt zu sein ist ein Privileg. Es ist das am wenigsten nützliche Gefühl.

Leute, die wirklich in Not sind, sind nie gereizt. Jemand, der Hunger hat, am Untergehen ist oder vor etwas flüchtet ist nicht gereizt. Er hat andere Sorgen.

Gereiztsein führt auch selten dazu, daß wir das bekommen, was wir eigentlich brauchen.

Gereiztsein beeinflußt unser Urteilsvermögen im schlechten Sinne, führt zu schlechten Beziehungen und dazu, daß wir gerade weil wir gereizt sind die falschen Dinge tun.

Unsere Gereiztheit möchte uns davon überzeugen, daß sie gerechtfertig ist. Sie bringt uns aber von dem ab, was wir eigentlich brauchen.

Um gereizt zu sein müssen wir daran glauben, daß wir gerade etwas nicht bekommen, das wir eigentlich verdienen. Aber diese Erwartungshaltung ist natürlich auch der Grund dafür, daß wir gereizt sind. Wir können uns einfach dafür entscheiden, nichts zu erwarten und den Umstand erkennen, daß wir in der glücklichen Lage sind, den Grund für unsere Gereiztheit zu kennen. Danach geht`s dann wieder an die Arbeit und etwas, das anderen gut tut wird angepackt. Ciao Gereiztheit.

Im Endeffekt ist Gereiztheit ein Privileg und gleichzeitig etwas, das wir steuern können. Wenn es uns bewusst ist. Wir haben die Wahl.